Artikel: König Kunde vs. sozialer Untertan
Der Artikel von Christian Bala legt die ordoliberalen Wurzeln der Verbraucherpolitik frei, die trotz zahlreicher Reformen und Transformationen bis heute wirksam sind und die Trennung der beiden Felder verständlich machen.
Verbraucherpolitik übernimmt immer wieder Aufgaben, die im Kern sozialpolitische Funktionen erfüllen, insbesondere in Krisenzeiten wie heute. Damit rückt die Verbraucherpolitik scheinbar in die Nähe der Sozialpolitik. Der Tagungsband "Verbrauchersozialpolitik" geht der Frage nach, inwieweit Verbraucherpolitik solche sozialpolitischen Funktionen erfüllt, was dies für die strategische Positionierung der Verbraucherpolitik bedeuten könnte, und ob es ggf. noch weitere vergleichbare Vermischungen zwischen Verbraucherpolitik und anderen Politikfeldern in Deutschland gibt.
Der Artikel von Christian Bala legt die ordoliberalen Wurzeln der Verbraucherpolitik frei, die trotz zahlreicher Reformen und Transformationen bis heute wirksam sind und die Trennung der beiden Felder verständlich machen. Dies geschieht durch eine Analyse des ordoliberalen Problemverständnisses von sozialer Ungleichheit und Konsum sowie des daraus entwickelten Lösungsansatzes. Er stellt dar dar, wie die Ordoliberalen die Wirtschafts- und Sozialordnung in der Gründungsphase der Bundesrepublik prägten und damit die Grundlagen für die konsum- bzw. verbraucher- und sozialpolitischen Pfade bereiteten
Der Artikel ist Open Access und daher als PDF über den unten stehenden Link kostenfrei verfügbar.
Bala, Christian. „König Kunde vs. sozialer Untertan: Die Trennung von Verbraucher- und Sozialpolitik in der Gründungsphase der Bundesrepublik“. In Verbrauchersozialpolitik: Über sozialpolitische Funktionen der Verbraucherpolitik und vergleichbare Vermischungen, herausgegeben von Kai-Uwe Hellmann. Nomos, 2024. https://doi.org/10.5771/9783748915751-53.