Prof. Dr. Christoph Strünck

Merkmale, Ursachen und Konsequenzen von Energiearmut: Entwicklung eines multi-dimensionalen Erhebungsinstruments

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Projektleitung: Prof. Dr. Christoph Strünck (Universität Siegen, Philosophische Fakultät)

Abstract

Auch in Deutschland nimmt allen Indizien zufolge die Zahl der Haushalte zu, die aufgrund hoher Energiekosten armutsgefährdet sind. Wie stark verbreitet die so genannte "Energiearmut" ist und wie sich Verbraucherinnen und Verbraucher in solchen Situationen verhalten, ist jedoch weitgehend unerforscht. Es fehlen sowohl praktikable Definitionen als auch geeignete Erhebungsinstrumente. Das Projekt hat zum Ziel, ein solches Erhebungsinstrument zu entwickeln, zu testen und erstmalig eine breite, repräsentative Erhebung durchzuführen. Eine solche Untersuchung würde eine wissenschaftliche Lücke schließen und wäre zugleich politisch relevant.

Die Verbraucherpolitik betrachtet inzwischen stärker die so genannten "verletzlichen" Verbraucher, denen es schwerfällt, existenzielle Güter wie Energie, Wohnen oder soziale Sicherung zu finanzieren. Das Projekt entwickelt daher ein Konzept, mit dessen Hilfe in einer repräsentativen Befragung die Gruppe der verletzlichen Verbraucher in der Energieversorgung systematisch erfasst, ihre Situation analysiert und ihre Verhaltensweisen und -möglichkeiten erhoben werden können.

Aus einer solchen Erhebung können dann Rückschlüsse gezogen werden, in welcher Weise die Verbraucherpolitik die Entstehung von Energiearmut verhindern oder ihre Folgen abmildern kann. Das Projekt liefert außerdem grundlegende empirische Erkenntnisse darüber, wie Verbraucherinnen und Verbraucher mit Energie umgehen. Es kann auch Impulse für die Armutsforschung geben, da es sich auf Probleme konzentriert, die mit der Lebens- und Wohnsituation zusammenhängen.

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