Prof. Dr. Sven Pagel

Erhebung verbraucherbezogener Akzeptanz- und Reaktanzkriterien bei Angebot und Nutzung digitalisierter Informationen im Kaufprozess über Onlinemedien und neuen Technologien

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Projektleitung: Prof. Dr. Sven Pagel (ehemals Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Wirtschaft, jetzt Fachhochschule Mainz)

Abstract

Einkaufen auf Online-Shops wird den Konsumenten mit dem One-Click-Prinzip einfach gemacht, doch mit dem Verbraucherschutz tun sich Internethändler schwer. Neben der Überweisung des Rechnungsbetrages fließen seitens der Konsumenten zumeist weitere Informationen in Richtung der Anbieter - mit und ohne ihr Wissen. Die Frage nach dem Umgang mit digitalisierten Verbraucherinformationen wird bisweilen nicht beantwortet. Hier fehlt es vor allem an empirischer Evidenz in der digitalen Verbraucherforschung. Aus Verbraucherperspektive sollen in diesem Antragsprojekt die zentralen Akzeptanz- und Reaktanzkriterien bei Angebot und Nutzung digitalisierter Informationen im Kaufprozess mittels verschiedener Technologiesysteme (z. B. Smartphones) und Onlinemedien (z. B. Webshops) mit Fokus auf die wachsenden Herausforderungen des Datenschutzes untersucht werden. Ausgewählte Themenstellungen der digitalen Verbraucherforschung wie z. B. die Sammlung und Analyse personenbezogener Daten in Sozialen Netzwerken, der anbieterseitige Einsatz von Behavioral Targeting und Data Mining Programmen bei der Kundenkommunikation, die Sicherheit bei der elektronische Übermittlung von Daten beim Online-Kauf, das Auslesen von Datensätzen aus mobilen Endgeräten oder der Einfluss des Verbraucherjournalismus auf den Umgang mit digitalisierten Informationen sollen behandelt werden.

Es gilt den Status quo aus Verbrauchersicht empirisch zu erfassen, um konkrete Implikationen für ein gezieltes verbraucherpolitisches Handeln (z. B. Förderung des Verbraucherjournalismus) zu erarbeiten. Als methodisches Ziel ist die Erweiterung bisheriger Forschungsansätze zum Themenfeld des digitalen Verbraucherschutzes aus betriebswirtschaftlicher sowie kommunikationswissenschaftlicher Perspektive anzuführen. Bisherige Forschungsaktivitäten im deutschsprachigen Raum fokussierten bislang zumeist juristische und journalistische Fragestellungen. Der zu erforschende Ansatz stellt eine Methoden- und Perspektivenvielfalt sicher und stärkt den aktuellen Methodenbaukasten des Forschungsschwerpunkts Kommunikationsforschung.

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