Band 12: Armutskonsum – Reichtumskonsum

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Soziale Ungleichheit und Verbraucherpolitik

bzv12 Armutskonsum Reichtumskonsum Cover KVF-01Die Covid-19-Pandemie hat uns erneut vor Augen geführt, dass Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und der Zugang zu Konsumgütern direkt zusammenhängen. Eine NRW-Gymnasiastin, die Hartz IV-Leistungen bezieht, musste sich erst vor dem Landessozialgericht 150 Euro für ein Tablet vom Jobcenter erstreiten, um zu Hause überhaupt am digitalen Unterricht teilnehmen zu können, während Mitschüler bereits über Computer, einen schnellen Internetanschluss und Drucker verfügten.

Der 12. Band der Schriftenreihe der "Beiträge zur Verbraucherforschung" will jetzt auf die konsum- und verbraucherpolitischen Auswirkungen sozialer Ungleichheit hinweisen. In sechs Beiträgen geben namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Impulse, um den Zusammenhang zwischen Arbeit, Armut, Reichtum und Konsum stärker in den Fokus der Verbraucherforschung und Verbraucherarbeit zu rücken.

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Über das Buch

Empfohlene Zitierweise | Bala, Christian und Wolfgang Schuldzinski, Hrsg. 2020. Armutskonsum – Reichtumskonsum: Soziale Ungleichheit und Verbraucherpolitik. Beiträge zur Verbraucherforschung 12. Düsseldorf: Verbraucherzentrale.

ISBN Print 978-3-86336-927-9 | ISBN E-Book (PDF) 978-3-86336-928-6.

Lizenzhinweis | Einzelne Beiträge dieses Werkes stehen unter Creative-Commons-Lizenzen. Die Lizenzen gelten ausschließlich für die Texte des Werkes, nicht für die verwendeten Logos und Bilder. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz oder durch die Creative-Commons-Lizenzen zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung der Autorinnen und Autoren sowie der Verbraucherzentrale NRW.

Zu den Beiträgen

Einleitung: Armutskonsum – Reichtumskonsum. Soziale Ungleichheit und Verbraucherpolitik

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Autoren: Christian Bala und Wolfgang Schuldzinski

Schlagwörter: Armut, beruflicher Status, Konsumentenverhalten, Reichtum, sozialer Status (STW) | Armut, Existenzsicherung, Konsumentenverhalten, Menschenwürde, Reichtum, sozialer Status, sozioökonomischer Status, Ungleichheit, Verbraucherpolitik (TheSoz)

Abstract: Konsum diente in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik Deutschland als Mittel der Integration durch Wohlstandssteigerung, das Paradigma der "nivellierten Mittelstandsgesellschaft" und der Slogan "Wohlstand für alle" prägten den Diskurs. Mit zunehmender sozialer Ungleichheit muss sich aber auch die Verbraucherpolitik mit dem Zusammenhang zwischen Arbeit, Armut, Reichtum und Konsum auseinandersetzen.

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Konsum, ökonomische Ungleichheit und sozialer Status

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Autor und Autorin: Christian Neuhäuser und Meike Drees

Schlagwörter: Armut, Autonomie, beruflicher Status, Konsumentenverhalten, Reichtum, sozialer Status (STW) | Armut, Autonomie, Existenzsicherung, Konsumentenverhalten, Menschenwürde, Reichtum, sozialer Status, sozioökonomischer Status, Ungleichheit (TheSoz)

Abstract: Zwischen der Würde eines Menschen und seinem sozialen Status besteht ein enger Zusammenhang, der sich über Armut und Reichtum vermittelt. So lautet unsere Grundthese in diesem Aufsatz, die wir in drei Schritten darlegen. In einem ersten Schritt klären wir die Begriffe der Würde, der Armut, des Reichtums und des sozialen Status. In einem zweiten Schritt zeigen wir auf phänomenologische Weise, wie stark Konsumverhalten von den ökonomischen Verhältnissen abhängt und wie wichtig Konsum für den sozialen Status ist. In einem dritten Schritt führen wir die beiden ersten Teile zusammen und argumentieren für den Zusammenhang von Würde, Ungleichheit und Status.

Selbst schuld? Konsumexklusion als Herausforderung für Verbraucherpolitik und -forschung

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Autorinnen: Katharina Witterhold und Maria Ullrich

Schlagwörter: Armut, Flüchtling, Konsum, Verbraucherforschung, Verbraucherpolitik, Verbraucherschutz (STW) | Armut, Exklusion, Flüchtling, Konsum, Verbraucherforschung, Verbraucherpolitik, Verbraucherschutz (TheSoz)

Abstract: Die Verbraucherwissenschaften und hier insbesondere die Konsumsoziologie haben der Wechselbeziehung zwischen prekärer Konsumsituation und der Wahrnehmung von Lebenschancen auffallend wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht. Stellen sich Probleme des Marktausschlusses dank wohlfahrtsstaatlicher Absicherung womöglich gar nicht mehr? Doch, so die hier vertretene These, aber Konsumexklusion ist nicht leicht zu fassen und kulturalistische Ansätze einerseits, ökonomische andererseits verfehlen die Komplexität des Phänomens.

Schwere Kost: Zur sozialen Ungleichheit von Fleischkonsum und Fleischverzicht in Deutschland

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Autorin: Laura Einhorn

Schlagwörter: Ernährungsverhalten, Konsumentenpräferenzen, Konsumentenverhalten, Kultursoziologie, Sozialer Wandel, Soziale Ungleichheit, Sozialstruktur (STW) | Ernährungsverhalten, Konsumverhalten, Kultursoziologie, kultureller Wandel, soziale Ungleichheit, sozialer Wandel, Sozialstruktur, sozioökonomischer Status (TheSoz)

Abstract: Eine Reduktion unseres Fleischkonsums ist nicht nur wünschenswert, sondern notwendig, konfrontiert jedoch nicht alle sozialen Gruppen mit den gleichen Herausforderungen. In diesem Beitrag skizziere ich auf Basis quantitativer und qualitativer Daten, wie und vor allem warum sozioökonomische Positionen in Deutschland Unterschiede im Fleischkonsum abbilden, und diskutiere Implikationen für Verbraucher-, Umwelt- und Sozialpolitik.

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Selbstorganisation der Verbraucher*innen: Potenziale zur Vermeidung von sozialer Ungleichheit in Bedarfsfeldern des Konsums?

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Autoren: Herbert Klemisch und Moritz Boddenberg

Schlagwörter: Armut, Soziale Ungleichheit, Wohnungsmarkt, Selbstorganisation, Genossenschaft (STW) | Armut, Soziale Ungleichheit, Wohnen, Selbstorganisation, Genossenschaft (TheSoz)

Abstract: Potenziale für die Überwindung von Armut und sozialer Ungleichheit liegen auch heute in einer Rückbesinnung auf Eigenverantwortung und solidarische Werte, zum Beispiel wenn sich Initiativen und Unternehmen an genossenschaftlichen Prinzipien orientieren. Der Beitrag diskutiert, auf welche Weise Genossenschaften durch Eigeninitiative der Konsument*innen zur Reduzierung von Wohnungsnot sowie Energie- und Ernährungsarmut beitragen können. Damit werden die Potenziale von Selbstorganisation der Verbraucher*innen zur Überwindung sozialer Ungleichheit in den Blick genommen.

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Aufsuchender Verbraucherschutz im Quartier: Die zunehmende soziale Spaltung in deutschen Städten und ihre Implikationen für die Verbraucherarbeit

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Autor: Manuel David

Schlagwörter: Stadtsoziologie (STW) | Verbraucherinformation, Verbraucherpolitik, Verbraucherschutz, Segregation, Wohnquartier (TheSoz)

Abstract: In Deutschland konzentrieren sich arme Menschen vermehrt in benachteiligten Quartieren. Die Wohnlage wirkt durch Gebietseffekte als zusätzlicher benachteiligender Faktor und schwächt die Bewohner auch in ihrer Rolle als Verbraucher. Um diese sogenannten verletzlichen Verbraucher zu erreichen, setzen die Verbraucherzentralen auf ein lebensnahes Modell der Verbraucherarbeit, den aufsuchenden Verbraucherschutz. Der folgende Aufsatz bettet diesen Ansatz in die Erkenntnisse der Quartiersforschung zu benachteiligten Wohngebieten ein und zeigt das Potenzial auf, das der aufsuchende Verbraucherschutz für die Quartiersentwicklung hat.

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Armut, Überschuldung und Finanzdienstleistungen

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Autorin: Sally Peters

Schlagwörter: Armut, Finanzdienstleistungen, Kredit, Schuldnerberatung, Überschuldung (STW) | Armut, Finanzdienstleistung, Kredit, Schuldnerberatung, Überschuldung (TheSoz)

Abstract: Im Falle finanzieller Probleme kann ein Kredit die rettende Lösung sein oder aber aufgrund nicht passgenauer Beratung zu weiteren Problemen führen. Um grundsätzliche Erkenntnisse über die Kreditvergabe in Deutschland zu gewinnen, wurde daher ein Markttest durchgeführt. Anhand des Tests lassen sich verschiedene Problemfelder herausarbeiten.

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Das KVF NRW ist ein Kooperationsprojekt der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V. mit dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.