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Band 8: Jenseits des Otto Normalverbrauchers

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Verbraucherpolitik in Zeiten des "unmanageable consumer"

Verbraucherforschung BzV8Im 8. Band der Schriftenreihe "Beiträge zur Verbraucherforschung" setzen sich die Autorinnen und Autoren mit den Herausforderungen auseinander, vor denen Verbraucherpolitik und Verbraucherberatung angesichts unterschiedliche Zielgruppen, Verhaltensweisen und Bedürfnissen stehen. Im Bewusstsein, dass der (Durchschnitts-)Verbraucher nicht existiert, entwickeln sie Ideen und Instrumente, welche den Bedürfnissen und Fähigkeiten der unterschiedlichen Zielgruppen entsprechen.

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Über das Buch

Empfohlene Zitierweise | Bala, Christian und Wolfgang Schuldzinski. 2018.  Jenseits des Otto Normalverbrauchers: Verbraucherpolitik in Zeiten des "unmanageable consumer". Beiträge zur Verbraucherforschung 8. Düsseldorf: Verbraucherzentrale.

ISBN Print 978-3-86336-919-4 | ISBN E-Book (PDF) 978-3-86336-920-0 | DOI 10.15501/978-3-86336-920-0

Lizenzhinweis | Einzelne Beiträge dieses Werkes stehen unter Creative-Commons-Lizenzen. Die Lizenzen gelten ausschließlich für die Texte des Werkes, nicht für die verwendeten Logos und Bilder. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz oder durch die Creative-Commons-Lizenzen zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung der Autorinnen und Autoren sowie der Verbraucherzentrale NRW.

Zu den Beiträgen

Einleitung: One size does not fit all!

Differenzierte Verbraucherbilder und Herausforderungen für Verbraucherpolitik

Christian Bala und Wolfgang Schuldzinski

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Abstract | Die Verbraucherforschung hat seit jeher Skepsis gegenüber vereinfachenden Betrachtungsweisen und idealisierten Leitbildern an den Tag gelegt. So unterschiedlich wie die Menschen, sind auch ihre Bedürfnisse, ihre Präferenzen, ihre Fähigkeiten und Ressourcen. Auch die Verbraucherberatung kennt keinen Otto Normalverbraucher, für sie steht der konkrete Mensch im Mittelpunkt. Doch gerade diese Vielzahl von Zielgruppen, Verhaltensweisen und Bedürfnissen stellt die Verbraucherberatung und die Verbraucherpolitik vor Herausforderungen. Wenn der (Durchschnitts-)Verbraucher nicht existiert, müssen Instrumente entwickelt werden, welche den Bedürfnissen und Fähigkeiten der unterschiedlichen Zielgruppen entsprechen.

DOI | 10.15501/978-3-86336-920-0_1

Lizenz | Dieser Beitrag erscheint unter der Creative-Commons-Lizenz: Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland | CC BY-SA 3.0 DE | Kurzform | Lizenztext

Leitbilder, Erlebnisse und die mentale Dimension des modernen Konsums

Zum Menschenbild der akademischen Verbraucherforschung

Kai-Uwe Hellmann

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Abstract | Die akademische Verbraucherforschung hat in den letzten Jahrzehnten einen beachtlichen Reifungsprozess durchlaufen. Vor diesem Hintergrund wird gefragt, ob sie noch über ein zeitgemäßes Menschenbild verfügt. In Vorbereitung auf eine Antwort wird auf neuere Konsumforschung („experiential consumption“) Bezug genommen, in der nicht zuletzt die mentale Dimension des Konsums erkennbar werden lässt, wie ein solches aktualisiertes Menschenbild ausschauen könnte.

DOI | 10.15501/978-3-86336-920-0_2

Lizenz | Dieser Beitrag erscheint unter der Creative-Commons-Lizenz: Namensnennung 3.0 Deutschland | CC BY 3.0 DE | Kurzform | Lizenztext

Mit dem Verbraucher Politik machen?

Der Verbraucher als Steuerungsadressat und Bestandteil politischer Strategien in komplexen Politikfeldern

Kathrin Loer und Alexander Leipold

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Abstract | Der Beitrag zeigt, wie der Verbraucher in unterschiedlichen Politikfeldern zum Adressaten politischer Instrumente wird. Dabei geht es vor allem um ein systematisches Verständnis, welche impliziten Adressatenkonzepte die Instrumente prägen. Maßgeblich ist die Frage, welches Verständnis vom Verbraucher (als Adressat) den politischen Instrumenten zu Grunde liegt. Der Beitrag stützt sich auf eine Auswertung von Gesetzesinitiativen des Deutschen Bundestages in den Jahren 2009 bis 2017.

DOI | 10.15501/978-3-86336-920-0_3

Lizenz | Dieser Beitrag erscheint unter der Creative-Commons-Lizenz: Namensnennung – Nicht-kommerziell – Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland | CC BY-NC-ND 3.0 DE | KurzformLizenztext

Demografiegerechtes Verbraucherrecht?

Die Verbraucherstellung im Spiegel sozialer, wirtschaftlicher und technologischer Transformationsprozesse

Stefan Müller und Vanessa Kluge

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Abstract | Während das Verbraucherprivatrecht an sich recht dicht reguliert ist, hat es demografische Entwicklungen und Kenngrößen bislang noch nicht gezielt aufgegriffen. Doch altersbedingte Einschränkungen oder Sprach- und Technikbarrieren können die praktische Wirksamkeit des Verbraucherrechts in „demografisch geprägten“ Sachverhalten in Frage stellen. Der vorliegende Beitrag möchte den Stand des Verbraucherrechts daraufhin untersuchen, ob das Recht demografieblind ist oder ob Anknüpfungspunkte bestehen, welche die Aufnahme individueller Alters-, Migrations- und Kulturerfahrungen bei der Ausformung des Verbraucherrechts gestatten.

DOI | 10.15501/978-3-86336-920-0_4

Lizenz | Dieser Beitrag erscheint unter der Creative-Commons-Lizenz: Namensnennung – Nicht-kommerziell – Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland | CC BY-NC-ND 3.0 DE | KurzformLizenztext

Crowdfunding und mündige Verbraucher

Zur Unterscheidung der normativen, deskriptiven und explanativen Lesart des Informationsmodells

Patrick Linnebach

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Abstract | Um die verhaltensökonomische Kritik am Leitbild des mündigen Verbrauchers und die Forderung evidenzbasierter Verbraucherpolitik besser nachvollziehen zu können, wird erstens zwischen der normativen und deskriptiven Lesart des Informationsmodells unterschieden. Zweitens wird gezeigt, dass der Nudging-Ansatz auf einer explanativen Lesart basiert, die im Vergleich zur deskriptiven Lesart andere Aspekte des Marktgeschehens fokussiert. Diese These wird drittens am Beispiel des Crowdfunding-Marktes expliziert.

DOI | 10.15501/978-3-86336-920-0_5

Lizenz | Dieser Beitrag erscheint unter der Creative-Commons-Lizenz: Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland | CC BY-SA 3.0 DE | Kurzform | Lizenztext

Geflüchtete als Verbraucher

Herausforderungen und Chancen für Verbraucherforschung, Verbraucherschutz und Verbraucherpolitik

Katharina Witterhold

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Abstract | In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, welchen Unterstützungsbedarf Geflüchtete aufweisen, um in ihrer Rolle als Verbraucher auf dem deutschen Markt handlungsfähig zu werden. Während Studien zum Beratungsbedarf von Migranten generell auf Defizite hinsichtlich derer Konsumkompetenz wie der interkulturellen Kompetenz auf Beraterseite hinweisen, stellt sich angesichts der spezifischen rechtlichen, psychischen und ökonomischen Situation von Geflüchteten die Frage, ob sich daraus auch besondere Bedürfnisse und Bedarfe ableiten lassen. Verbraucherforschung an der Schnittstelle von Konsum und Flucht hat nicht nur die Situation im Aufnahmeland zu berücksichtigen, sondern muss sich auch, wie in Anlehnung an das Verbraucherakkulturationsmodell gezeigt wird, mit dem Einfluss von Faktoren auf das Konsumverhalten befassen, die der Flucht vorausgehen oder erst in ihrem Zusammenhang auftreten.

DOI | 10.15501/978-3-86336-920-0_6

Lizenz | Dieser Beitrag erscheint unter der Creative-Commons-Lizenz: Namensnennung 3.0 Deutschland | CC BY 3.0 DE | Kurzform | Lizenztext

Vom Prosumenten zum Conpreneur

Vom Prosumenten zum Conpreneur Unternehmerisches Handeln von Konsumenten im Haushaltskontext

Michael-Burkhard Piorkowsky

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Abstract | Kommerzielle Aktivitäten von Konsumenten, wie der Verkauf ausgesonderter Haushaltsgüter, zählen herkömmlich nicht zur Verbraucherrolle. Bisher werden die so handelnden Personen als Prosumenten eingeordnet. Kürzlich ist die Bezeichnung Interimsunternehmer vorgeschlagen worden. Hier wird eine differenzierte Analyse vorgenommen und bei ausgeprägter unternehmerischer Orientierung vom Verbraucher-Unternehmer oder Conpreneur gesprochen. Betrachtet werden Verkäufe von Sachen und Strom sowie Vermietungen.

DOI | 10.15501/978-3-86336-920-0_7

Lizenz | Dieser Beitrag erscheint unter der Creative-Commons-Lizenz: Namensnennung 3.0 Deutschland | CC BY 3.0 DE | Kurzform | Lizenztext

Verbraucherorientierter Datenschutz

Identifizierung von Verbraucherarchetypen zur effektiven Kommunikation von Datenschutzpraktiken

Ali Sunyaev, Tobias Dehling und Manuel Schmidt-Kraepelin

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Abstract | Datenschutzkommunikation wird nur dann funktionieren, wenn die Informationsbedürfnisse der Verbraucher, die weder statisch noch einheitlich sind, adressiert werden. Ein vielversprechender, praktisch realisierbarer Ansatz ist es, die Kommunikation an Verbraucherarchetypen anzupassen. Diese Studie identifiziert die verschiedenen Archetypen basierend auf einer Webumfrage. Die identifizierten Archetypen liefern eine solide Grundlage für die Verwirklichung funktionierender Datenschutzkommunikation.

DOI | 10.15501/978-3-86336-920-0_8

Lizenz | Dieser Beitrag erscheint unter der Creative-Commons-Lizenz: Namensnennung 3.0 Deutschland | CC BY 3.0 DE | Kurzform | Lizenztext

Privatsphäre im Internet

Einflussfaktoren auf Individualebene und Implikationen für Unternehmen und Verbraucherschutz

Mirja Kroschke

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Abstract | Verbraucher äußern zunehmend Bedenken hinsichtlich ihrer Privatsphäre und der Preisgabe von persönlichen Informationen im Internet. In diesem Beitrag werden kritische individuelle Einflussgrößen auf die Ausprägung von Privatsphäre-Bedenken identifiziert und diskutiert. Darauf aufbauend werden verschieden Privatsphäre-Typen abgeleitet und Ansätze für Unternehmen zum Umgang mit Privatsphäre-Bedenken von Verbrauchern sowie Implikationen für den Verbraucherschutz entwickelt.

DOI | 10.15501/978-3-86336-920-0_9

Lizenz | Dieser Beitrag erscheint unter der Creative-Commons-Lizenz: Namensnennung 3.0 Deutschland | CC BY 3.0 DE | Kurzform | Lizenztext

Thesen: Jenseits des Otto Normalverbrauchers

Verbraucherpolitik in Zeiten des "unmanageable consumer"

Kompetenzzentrum Verbraucherforschung NRW

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Abstract | Dieses Thesenpapier fasst die Ergebnisse der Vorträge und der Diskussion im Rahmen des 10. NRW-Workshops Verbraucherforschung aus Sicht der Veranstalter zusammen. Der Workshop fand am Montag, den 10. Juli 2017 im Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf statt. Die Dokumentation des Workshops ist hier zu finden.

DOI | 10.15501/978-3-86336-920-0_10

Lizenz | Dieser Beitrag erscheint unter der Creative-Commons-Lizenz: Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland | CC BY-SA 3.0 DE | Kurzform | Lizenztext

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